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Südeifel MM Scout Reisebericht

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Verfasst am: 12. 01. 2010 [17:03]
tourenplaner
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Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2009
Beiträge: 59
Hallo Zusammen,

hier eine kleine Anregung zu winterlichen Outdooraktivitäten. Der Winter hat auch seine schönen Seiten wie man in diesem Erfahrungsbericht, der uns von dem Forennutzer Physikus geschickt wurde, lesen kann.

Ich schreibe ihn hier rein, damit noch mehr Leute Lust bekommen auf Wandern oder Schneeschuhlaufen und die Winterlandschaft geniessen.
Auch sieht man im Beispiel Falk Navi mit MagicMaps Scout wo Vorteile der Outdoor-Navigation und auch Tücken liegen können.

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Januar 2010 - Gefühlte Temperatur -15°C - Wanderungen in der Südeifel
04.01.2010 - MontagRundwanderung in der Herrschaft Dalsburg – 13,5km(Ourtal ohne Grenzen, von Leonard Palzkill Hrsg., ISBN 3-00-018095-8 Wanderung 1)

Start am Morgen nach dem Frühstück, das Autothermometer zeigt -10°C an, der schneidend kalte Wind lässt die Temperatur drastisch niedriger fühlen. Die Akkus sind randvoll und das Falk M4 ebenfalls. Wir fahren ca. 15 min. bis Preischeid, lassen den Wagen dort an der Kirche stehen und laufen, das Navi am Handgelenk, in Richtung Dasburg. Durch eine traumhafte Schneelandschaft geht es nach Osten und später dann am Mühlbach entlang nach Norden. An die Rechenprobleme des Navigationsgerätes im Fußgängermodus müssen wir uns erst wieder gewöhnen, aber dann läuft die Führung problemlos (fast). Manchmal verheddert sich der Prozessor und meint wir seien auf dem falschen Weg. Ein Blick auf den Kartenausschnitt zeigt jedoch sofort, dass wir richtig sind.

Viele Wegweiser oder Markierungen sind verschneit und so ist die Führung häufig auf das Navi als einzige Orientierung angewiesen!

Beim Anstieg über das Mühlbachtal kommt langsam die Sonne heraus. Beim Weg auf die hohe Kuppe beschließen wir deshalb die vorgegebene Route zu verlassen, da diese im Schatten ins Tal hinunter führt.Jetzt wird es spannend, wie MM-Scout auf diese Situation reagiert!

Nach etwa 200m schaltet der Pfeil von Schwarz auf Rot um und fordert uns zur Umkehr auf. Auf dem Kartenausschnitt können wir aber erkennen, dass es eine Verbindung zur geplanten Wanderroute gibt. Wir laufen auf dieser Verbindung weiter. Tatsächlich weist uns auch der rote Pfeil nach kurzer Zeit in diese Richtung.
Wir merken erst später, dass uns dieser Abstecher eine Verkürzung der Wanderung um 600m beschert. Durch herrlichen Sonnenschein, auf einer jungfräulichen Schneedecke gelangen wir talwärts. Der Pulverschnee glitzert wie Diamantstaub in allen Regenbogenfarben.
Wir machen Mittagspause in der Sonne auf den Stufen eines Wohnhauses und schauen dabei den Turnübungen von Dompfaff, Kohlmeise und Rotkehlchen in einem uralten Holunder zu.Die Burg stellt sich, abgesehen vom Blick in das Ourtal, als herbe Enttäuschung heraus. Ein kahles Plateau mit wenigen unansehnlichen Mauerresten.
Den Ausstieg aus dem sehr bergigen engen Dorf schafft das Navigationssystem problemlos. Dafür ist es dann kurze Zeit später auf absolut gerader Strecke der Meinung, wir seien auf dem „Holzweg“. Die Dörnauelsmühle ist ein langweiliges großes Gebäude. Die Fußgängerbrücke über die Our ist wegen Einsturzgefahr gesperrt, gut dass wir die Seite nicht wechseln müssen.Die zur Mühle gehörenden Islandponys begrüßen uns neugierig in ihrem zotteligen Winterfell.

Der Aufstieg von der Our zurück nach Preidscheid ist angenehm und wenig anstrengend. Fast eine Sensation sind die urigen schottischen Glanrinder, die ebenfalls zur Mühle gehören.Auf diesem Wegstück zeigt sich auch wie kritisch die 50.000er topografische Karte zu nehmen ist.
Der Originalwanderweg des Büchleins sollte über die Fahrstraße führen. Auf der Topo war ein Parallelweg ausgezeichnet, mit dem man den Marsch auf der Straße scheinbar vermeiden konnte.
Nur dass der Müller den Weg mit einem Gatter abgesperrt hatte und wir beinahe mitten in der Herde der Glanrinder gelandet wären.
Insgesamt ein fantastischer Weg durch abwechslungsreiche Landschaft, gekrönt mit der glitzernden Pracht des unberührten nur mit vielen Tierspuren verzierten Schnees.

Nach ziemlich genau vier Stunden zurück in Preischeid und einer Strecke von 13,6 Kilometern wies das System aus Navi und Akkuexpander noch 80% der Kapazität aus.
Das heißt trotz Außentemperaturen um -8°C hatten wir noch eine Reserve von mindestens 8 Stunden, wenn man von einer Entladung bis auf 40% ausgeht. Die Akkus waren im übrigen aus der vorweihnachtlichen Serie von Aldi-Süd mit einer aufgedruckten Kapazität von 2500 mAh. Geladen wurde mit einem Ladegerät von Conrad, das eine Kapazitätskontrolle erlaubt.

Es ist ein Fehler bei Fußreisen, daß man nicht oft genug rückwärts sieht, wodurch man die schönsten Aussichten verliert.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Verfasst am: 14. 01. 2010 [10:01]
siggi
Dabei seit: 18.05.2009
Beiträge: 145
... ja, solche Touren lieben wir auch!

Gruß
Siggi

... der Weg ist das Ziel
Verfasst am: 14. 01. 2010 [22:00]
Physikus
Dabei seit: 26.05.2009
Beiträge: 23
Lieber Tourenplaner,
ich bin doch etwas erstaunt meinen ersten Reisebericht unserer Wanderungen in der Südeifel im Forum zu finden, ohne meine Urheberschaft zu erwähnen!
Ich hatte den Bericht zwar an Frau Bantle gesendet, mit der Frage, ob eine Veröffentlichung Sinn macht.
Aber dieses Verfahren, noch dazu ohne jegliche Nachricht an mich, finde ich gelinde gesagt, merkwürdig!
Mit freundlichem Gruß
Dein Physikus. icon_evil.gif
Dann eben auf diesem Wege:
Es gibt noch vier weitere Tagesberichte und eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen mit dem Akkuexpander.
Seid ihr unter den gegebenen Umständen noch daran interessiert????[b]
Verfasst am: 15. 01. 2010 [13:10]
tourenplaner
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2009
Beiträge: 59
Lieber Physikus,

ich hab gerade schon eine Mail geschrieben. Danke für den netten Bericht und sorry, dass ich nicht den Urheber namentlich genannt hatte, das war keine böse Absicht.

Ich selber lese solche Berichte immer gerne und ich denke auch die anderen Navigationsfans freuen sich so etwas zu lesen.

Natürlich freuen wir uns weiterhin über solche interessanten Erfahrungsberichte.

Weiterhin viel Spaß bei der Tourenplanung und Outdoor-Navigation.

Viele Grüße,

Dein Tourenplaner

Es ist ein Fehler bei Fußreisen, daß man nicht oft genug rückwärts sieht, wodurch man die schönsten Aussichten verliert.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Verfasst am: 15. 01. 2010 [23:35]
Physikus
Dabei seit: 26.05.2009
Beiträge: 23
Lieber Tourenplaner,
Deine Entschuldigung hat mich erreicht und ich bin froh dass sich alles als ein Missverständnis herausgestellt hat!
Danke für die schnelle Raktion!
Herzliche Grüße vom Physikus icon_smile.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.2010 um 14:42.]
Verfasst am: 19. 05. 2010 [15:59]
reiselaus
Dabei seit: 25.02.2010
Beiträge: 2
Netter Bericht. Um die Tour nachzugehen, wäre ein tourtrack interessant.
Gibt es diesen und wo ist er zu erhalten?

Gruß
Reiselaus



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