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Wenn möglich bitte wenden - 450 km durch die Niederländische Provinz Gronignen

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Verfasst am: 18. 09. 2009 [12:40]
Physikus
Themenersteller
Dabei seit: 26.05.2009
Beiträge: 23
Wenn möglich bitte wenden! - 450km mit dem Fahrrad durch die Provinz Groningen

Vom 23. August bis zum 6. September machten wir mit unseren Rädern in den Niederlanden den Nordosten der Provinz Groningen unsicher. Stationiert in einem wunderbaren Anwesen in der Gemeinde Loppersum führten uns unsere Tagestouren nach Pieterburen, Roodeschool, Groningen, Delfzijl, Termunten, zu Schildmeer und Zuidlarer Meer (Steendam), entlang dem Reitdiep und ...
Der Sommer war zu Ende, die Nachttemperaturen lagen bei 12 Grad und tagsüber stieg das Thermometer nicht über 20 Grad. Die Windstärke lag nie unter 4 Beaufort. Meist schien die Sonne und der Himmel war mit fantastischen Wolkengebilden dekoriert. Zweimal sind wir nass geworden und einmal hatten wir über 20 km unsere „Privatwolke“ über uns die in regelmäßigen Abständen mit einem kurzen Sprühregen dafür sorgte, dass Windstärke 6 bis 7 nicht zur Überhitzung führte.
Dank sorgfältiger Planung gelang es uns meist den Anfang der Tagestour so zu legen, dass der Wind schräg von vorne kam oder wir mit dem „Wattlooper“ gegen den Wind fuhren. Nachmittags kam der Wind dann schräg von hinten, zumeist. (Der Wattlooper ist ein Nahverkehrszug.)
Den Vogel schoss der letzte Nachmittag ab. Im Stehen bei Windstärke 7 auf der Rückfahrt von Pieterburen fahren wir mit einer Geschwindigkeit von 25km/h ohne einen Muskel zu bewegen. Wind in dieser Stärke bedeutete für uns, dass wir täglich mindestens die halbe Strecke im Berggang gefahren sind. Im Gegensatz zu Bergfahrten hieß es aber auch, dass bei gleicher Richtung über Stunden nicht mit einer Entlastung zu rechnen war. Spaß und Erholung hat die Fahrt trotzdem oder gerade deshalb bereitet.
Der einzige Wermutstropfen in der ganzen Zeit, war die Tatsache, dass mit dem Sommer auch Gaststätten und Restaurants schlossen. Um die Mittagszeit war selten bis nie eine Tasse Kaffee zu bekommen. Vier Restaurantempfehlungen verliefen im Nichts. Nur unsere Zufallsentdeckung, der „Goldne Karpfen“ in Winsum entpuppte sich als offen. Wunderbares Essen, sehr freundliche Bedienung und Akzeptable Preise. (Heißer Tipp: Vorspeise und Nachtisch erst bestellen, wenn man den Hauptgang bewältigt hat!

Aber wie navigiert man in den Niederlanden ohne Magic Maps2Go?
Navi ans Fahrrad, auf Fahrradmodus einstellen und los?
Wir hatten ein Medion-Gerät der P-Serie mit dem Navteq-Kartensatz vom März 2009 dabei. In diesem Modus findet die Navigation aber ausschließlich auf den auch von Autos befahrbaren Nebenstraßen statt. Gäbe es kein Radwegenetz, wäre dies auch akzeptabel. Leider ist jedoch das riesige niederländische Radwegenetz im Navteq-Kartensatz nicht enthalten. Uns standen, vom Vermieter gestellt, hervorragend detaillierte Falkkarten im Maßstab 1:50.000 zur Verfügung.
Die Routenplanung spielte sich dann so ab, dass am Tisch auf der Falkkarte die Tagesroute festgelegt wurde. Die Tagesroute wurde dann in Zwischenetappen eingeteilt, deren Endpunkte in der Nähe der Radwege auf der Landkarte lagen. Diese Zwischenetappen wurden dann in das Navigationsgerät eingegeben. Meist genügten für eine Strecke von 20km 2 Zwischenetappen. Das Rad mit dem auf „Fahrrad“ eingestellten Navi fuhr vorne weg und wenn jetzt per Wegweiser einer der vorher ausgewählten Radwege angezeigt wurde, verließen wir die vom Navi empfohlene Route und folgten dem Radweg nach einem Blick in die Papierkarte. Natürlich kam sofort vom Navigationsgerät die Aufforderung „wenn möglich bitte wenden!“. Erstaunlicherweise kannte das Navi plötzlich diese von ihm vorher nicht angesteuerten Radwege und zeigte auch ihre Namen an. Das Rätsels Lösung erhielten wir an der ersten zu überquerenden Brücke über einen Kanal: Die Navteq-Karte im Navi kannte die Brücke nicht! Nach dem Überqueren der (unbekannten) Brücke folgte der Wechsel von „Wenn möglich bitte wenden“ auf „dem Straßenverlauf folgen“. Denn das Navigationsgerät befand sich jetzt wieder auf einem ihm bekannten Wegstück. Man kann sich unser Erstaunen vorstellen, als diese Feststellung für nahezu jede Radwegbrücke galt. Selbst kleinere Brücken, die auch von Pkws oder Traktoren befahren wurden, waren hin und wieder nicht im Navigationsgerät vorhanden! Im Navigationsgerät war durch dieses Problem das Netz der Nebenstrecken vollständig zerstückelt. Straßen und Wege, die eigentlich an einer Brücke zusammentreffen endeten im Nichts.
Seine Stärke entfaltete das Navigationsgerät immer bei den Ortsdurchquerungen. Die Fahrradtour aus dem Stadtzentrum durch Groningen nach Süden war ein Vergnügen. Bei der Einstellung „Fahrrad“ umgeht das Navigationsgerät soweit es möglich ist die Hauptstraßen und führt durch ruhige Villenviertel und Parkanlagen.

Das Navigationsgerät mit großem Bildschirm (11cm Diagonale) wurde auf der gesamten Strecke am Nabendynamo, ohne zusätzlichen Akkusatz betrieben! Da wir mit hervorragenden Papier-Karten ausgerüstet waren, konnten wir die Spannungsversorgung über Nabendynamo und Spannungsregler austesten indem wir verschiedene Betriebsbedingungen prüften:
1. Start mit vollem internem Akku, Navi in allen Pausen auf Standby, Ankunft am Ende des Tages mit 2/3 gefülltem internem Akku.
2. Start mit nahezu leerem internem Akku, Navi in allen Pausen auf Standby, Ankunft am Ende das Tages mit 2/3 gefülltem internem Akku.
3. Start mit leerem internem Akku, nach dem Anfahren schaltet sich das Navigationsgerät aus dem Standby in den Betriebsmodus und navigiert sofort, Navi in allen Pausen eingeschaltet, Ankunft mit 1/3 gefülltem internem Akku.
Den externen Akkusatz haben wir unbenutzt wieder mit nach Hause gebracht.

Euer Physikus
Verfasst am: 19. 09. 2009 [12:33]
nur_ich
Dabei seit: 23.05.2009
Beiträge: 51
Hallo Physikus

Wer braucht schon Berge, wenn man im flachen den gleichen Anstrengungen hat. icon_smile.gif

Das mit der Stromversorgung hört sich gut an.
Könnten Sie das mit der Spannungsversorgung über Nabendynamo und Spannungsregler etwas näher erläutern. Mich interessiert vor allem der Spannungsregler und das Kabel, ist dieses käuflich zu erwerben oder muss man dass selbst zusammen bauen. Wäre es möglich davon hier Bilder einzustellen?

Da mein Vorderrad nicht mehr das Beste ist und ein neues ansteht, bin ich am überlegen eines mit Nabendynamo zu kaufen.
Dann würde auch das dauernde aufladen der Akkus entfallen.
Verfasst am: 19. 09. 2009 [13:11]
Physikus
Themenersteller
Dabei seit: 26.05.2009
Beiträge: 23
Hallo "nur ich"
Danke für Dein Interesse.
Magic Maps hat mir inzwischen erlaubt ausführlich über den Spannungswandler zu berichten.
Dies wird in Kürze in einem eigenen Beitrag geschehen.
Leider bekomme ich den Einbau eines Bildes in einen Beitrag auf dieser Seite nicht hin. Weißt Du wie das geht?
Mit freundlichen Grüßen
Dein Physikus

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.2009 um 13:12.]
Verfasst am: 19. 09. 2009 [16:45]
nur_ich
Dabei seit: 23.05.2009
Beiträge: 51
Hallo Physikus

Habe mir bei instantgallery ( http://www.instantgallery.de ) ein Konto erstellt, es ist kostenlos. Lade dann die Bilder auf diese Seite hoch und verlinke sie dann hier her.
Der Link muss dann zwischen [_img]hier link einfügen[/img] gesetzt werden. Sollte dann so wie hier aussehen
[_img]http://i0.instantgallery.de/n/nu/nur-ich/99ef383afd3354d19d8b665adf587cc314682060.jpg[/img]

Die unterstriche vor [_img] dürfen nicht vorhanden sein, musste ich nur einfügen um es anzuzeigen wie es aussehen sollte

Bin schon ganz gespannt auf den Spannungsregler und die Bilder, hoffe dass es mit meiner Anleitung klappt.

MfG
nur_ich


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.2009 um 16:52.]



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