Wanderung Oelsa-Schweizer Brücke-Götzenbusch

Region Dresden
Tourverlauf Oelsa - Seifersdorf - Spechtritz - Siedlung Waldfrieden - Rabenau - Oelsa
Höhenmeter bergauf 139 m bergab 142 m
Länge 9 km
Schwierigkeitsgrad leicht
Die 9 km lange Wanderung Oelsa-Schweizer Brücke-Götzenbusch Führt von Oelsa über Sprechtritz und die Siedlung Waldfrieden wieder zurück zum Ausgangspunkt.
 
Wanderung Oelsa-Schweizer Brücke-Götzenbusch
Abbildung: Verlauf Wanderung Oelsa-Schweizer Brücke-Götzenbusch
 

Kartenmaterial

Ideale Kartengrundlage für die Wanderung Oelsa-Schweizer Brücke-Götzenbusch sind die amtlichen topographischen Karten im Maßstab 1:25.000.
Diese hochwertigen Karten werden im Rahmen der "Interaktiven Kartenwerke Sachsen" angeboten, die den Streckenverlauf bereits beinhalten. Per Mausklick lässt sich die Tour direkt auf alle gängigen GPS-Geräte exportieren. Sowohl Streckenprofil als auch ein dreidimensionaler Flug entlang der Tour geben detailliert Auskunft über den Schwierigkeitsgrad.
Die "Interaktiven Kartenwerke" mit ausgearbeiteten Radfernwegen und Weitwanderwegen gibt es für ganz Deutschland.


Unsere heutige Wanderung beginnen wir Oelsa „Am Oberen Gasthof“. Die Anfahrt mit dem PKW sollte über die A4 und A17 bis zur Abfahrt Dresden Süd erfolgen. Weiter über die B170 (E 55) in Richtung Bannewitz und Possendorf. Seine Fahrt setzt man in Richtung Obernaundorf, Rabenau und Oelsa fort. Sollte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen, gelangt man mit der Buslinie 348 von Wilsdruff, Freital oder mit der Buslinie 348 kommend von Dippoldiswalde zum Ausgangspunkt.
Die Wanderung beginnt in Oelsa „Am Oberen Gasthof“. Wir gehen nun in Richtung Ort weiter und biegen an der nächsten Kreuzung „Dorfmarkt“ (geradeaus geht's nach Freital, links geht's nach Seifersdorf) links hinein. Über die Brücke des Oelsabaches, etwa 200 m und schon kommen wir zum Ortsausgang Oelsa. Von da aus geht's die Hauptstraße (Seifersdorfer Straße), früher genannt „Alte Salzstraße“ weiter bis nach Seifersdorf. Es geht ca. 2 km steil bergauf. Links sehen wir die Kleingartenanlage, rechts sehen wir Felder und Wiesen. Zwischen Oelsa und Seifersdorf liegt auf der rechten Seite der „Götzenbusch“ ein nettes Restaurant (wir kommen später darauf zurück). Hinter dem „Götzenbusch“ kurz vor Seifersdorf auf der rechten Seite sehen wir mitten auf einer Wiese die „Martersäule“ (ein Denkmal).
Nun geht's die Hauptstraße wieder steil bergab. Auf der linken Seite kurz vor den Bahnschienen der Kleinbahn geht's linker Hand in einen kleinen Weg hinein. Dort befindet sich der „Mühlenhof“ von Seifersdorf – eine Naturschutzwarte.
Der Mühlenhof (Tel.:03504/618699) ist eine ehemalige Stuhlfabrik in Seifersdorf von Tietze und Legler. Legende: Als Bauernhof mit cirka 3 ha Land entstanden, als einstöckiges Stuhlbauergebäude. 1897 genutzt und erweitert mit Fabrikgebäude, 1928 wurde mit 25 bis 30 Beschäftigten gearbeitet. Antriebsarten: Erstmalige Nutzung der Wasserkraft durch unterschlächtiges Mühlenrad, dann Benzinmotor, gegen 1935 Elektrifizierung. Familiäre Besitzveränderungen innerhalb der Familie Tietze um 1977 bis 1995. Jetzige Nutzung des Gebäudes als künstlerisches Objekt. Ihre Vorhaben sind: Wiederbelebung des Weißeritztales als Kultur- und Wirtschaftsraum, Schaffung eines Bewegungszentrums, Bildungsangebote an Schulen (Unterricht und Freizeit im Grünen), Sanierung des Mühlgrabens, Instandsetzung des Gesamtobjektes und der Außenanlage. Landschaftspflege und Holzbearbeitung, Kräuterlehrgarten, künstlerisches Gestalten.
Nach diesem Abstecher zum „Mühlenhof“ überqueren wir die Bahnschienen der Kleinbahn (die Kleinbahn fährt an den Osterfeiertagen wieder von Seifersdorf nach Dippoldiswalde und zurück) und gehen links über die Brücke ins „Tal der Roten Weißeritz“ (Landschaftsschutzgebiet). Nach ca. 50 m biegen wir rechts in den „Spechtritzgrund“ ein. Der Weg ist im Sommer sehr gut zu laufen, da diese Wanderstrecke entlang des Grundes nach dem Hochwasser im August 2002 neu angelegt wurde. Diese Wanderung gehört dem „Energie-Erlebnispfad“ an.
Wir laufen einem Trampelpfad entlang und treffen nach ca. 150 m auf eine Bank. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die „Rote Weißeritz“, welche uns jetzt bis Rabenau auf der rechten Seite und manchmal auch auf der linken Seite begleitet. Nach ca. 200 m eine riesige Felswand auf der linken Seite, danach ein Wasserfall. Nach ca. 150 m stoßen wir auf Reste einer ehemaligen Bahnlinie. Als 1913 die Maltersperre gebaut wurde, mussten die Gleise höher gelegt werden.
Nach ca. 1 ? km treffen wir auf der linken Seite nochmals auf eine Eisenbahnbrücke mit Wasserfall und Geplätscher direkt auf dem Wanderweg. Von hier aus sind es noch etwa 500 m bis zur nächsten Bank zum Verweilen auf der linken Seite. Die Bank nennt sich „Dora und Johannes“, was auch immer es auf sich haben mag....! Nun ist es nicht mehr weit und wir sind kurz vor der alten „Spechtritzmühle“.
Die „Spechtritzmühle“, bereits 1562 urkundlich erwähnt, war einst eine große Getreidemühle mit drei Mahlgängen, dazu gehörten in weiteren Gebäuden ein Sägewerk, zeitweise eine Ölmühle, ein Halbhufengut mit Ställen und Scheune, auch Teiche für eine umfangreiche Fischwirtschaft. Seit 1831 besteht eine Schankkonzession, die nach Einstellung des Mahlbetriebes um 1880 die Grundlage für die Gastronomie bildete, zeitweise in einem Umfang, der heute unvorstellbar ist. Scharen von Wanderern durch den „Rabenauer Grund“ und Fahrgäste der 1882 errichteten Schmalspurbahn kehrten gern hier ein.
An der Mühle vorbei kommen wir zur Hauptstraße, welche links nach Spechtritz und rechts nach Rabenau führt. Der Wanderweg in den Rabenauer Grund zur „Rabenauer Mühle“ führt uns geradeaus. Der Weg, es ist mit einer Splitschicht bezogen. Die "Rote Weißeritz“ begleitet uns auf der linken Seite. Auf der rechten Seite befinden sich viele Felsen. Das Wasser rauscht in dieser Jahreszeit nach der Schneeschmelze ganz schön, man kann sich kaum unterhalten. Nach ca. 500 m kommen wir zu der ersten Holzbrücke, welche wir nicht überqueren. Also bleiben wir auf unserem Weg. Vorbei an Felsen schlängelt sich der Weg durch den Rabenauer Grund.
Es dauert nicht lang ca. 200 m und wir stoßen auf eine weitere Holzbrücke. Diese sieht auch sehr neu aus und sie führt tatsächlich hinüber auf die andere Seite der „Roten Weißeritz“. Es handelt sich hierbei um die„Schweizer Brücke an der Goldstampfe“.
Diese Brücke wurde von der Firma GBS-AG/Tenniken – Schweiz gespendet und 2003 im Auftrag des Sächsischen Forstamtes Tharandt zusammen mit dem Bauunternehmen Döhnert/Hartha und dem Planungsbüro Neuwirt/Freital wieder errichtet.
Wir gehen über diese Brücke und lassen uns von der Wasserkraft der Weißeritz beeindrucken. Nach ca. 400 m kurvenreicher Strecke auf der linken Seite der Weißeritz kommen wir zu einer Steintreppe, welche uns über einen Felsen führt. Am Gipfel des Felsens steht eine kleine Bank zum Ausruhen. Diese Bank ist in den Felsen eingebaut. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die „Rote Weißeritz“ sowie auf einen gegenüberliegenden riesigen Felsen.Der Blick ist traumhaft schön, wahrscheinlich noch schöner bei Sonnenschein.
Wir „klettern“ die Steintreppe auf der anderen Seite wieder bergab und gehen ca. 200 m weiter. Nun sehen wir schon von weitem den Bahnhof der Kleinbahn Rabenau. Kurz vorm Bahnhof steht ein ESAG- Energielehrpfad-Schild, welches uns über die Strom aus Wasserkraft informiert. Bereits seit über 2500 Jahren macht sich der Mensch die Kraft des Wassers zunutze. Die in fließenden Gewässern vorhandene Bewegungsenergie des Wassers lässt sich mit einem Wasserrad auffangen und mittels eines Getriebes zum Antrieb von Werkzeugen einsetzen. Wurden schon in der Antike Getreidemühlen damit betrieben, kamen seit dem Mittelalter auch Mühlen für kraftaufwendige Gewerbe hinzu – z. B. Säge-, Papier-, Hammer- oder Erzmühlen. Zur Stromgewinnung wird die Wasserkraft seit dem 19. Jahrhundert genutzt. Zum Einsatz kommt dabei schnell laufende Turbinen. Diese sind mit Generatoren verbunden, welche die Wasserkraft in Strom umsetzen. Die Stromausbeute ist um so höher, je größer das Gefälle bzw. der Druck des in der Turbinen einströmenden Wassers ist. Das zur Stromgewinnung dienende Wasser wird deshalb häufig extra angestaut.
Wir gehen nun weiter bis zur Hauptstraße und bald ist die Rabenauer Mühle erreicht.
Die Rabenauer Mühle ist eine historische Gaststätte die vermutlich 1235 erbaut wurden ist. Erstmalig wurde sie 1488 als Mahl-, Öl- und Schneidemühle erwähnt. 1560 wurde sie als Großmühle bezeichnet. 1830 Erlangung der Schankgerechtigkeit. Am 14.06.1856 feierte Ludwig Richter die Hochzeit seiner Tochter Helene. Nach dem Brand von 1868 wurde sie als Gaststätte wieder aufgebaut und danach folgten mehrere Umbauten.
Von dieser Gaststätte aus laufen wir nun die Hauptstraße Richtung Rabenau entlang. Nach kurzer Zeit befindet sich auf der linken Seite eine Bushaltestelle.
Vor der Bushaltestelle steht ein Informationstafel der Stadt Rabenau. Zur Stadt Rabenau mit ihren Ortsteilen Lübau, Spechtritz, Obernaundorf, Oelsa und Karsdorf gehören auch das NSG Rabenauer Grund, der Poisenwald und das LSG Dippoldiswalder Heide mit zahlreichen Wander-, Rad- und Reitwegen. Erleben sie hier Wanderfreuden, vereint mit den Reizen von Dampflokeuphorie und Stuhlbaunostalgie. In unserer Gegend findet der Besucher wohltuende Ruhe, schöne Gaststätten und auch so manchen an die Historie erinnernden Ort. Rabenau ist Deutschlands älteste Stuhlbauerstadt.
Wir laufen von diesem Schild aus die Hauptstraße weiter entlang (ca. 1 ? km) bis zu einer Kreuzung. Hier geht's nach links zur Stadtmitte (Rathaus, Rabenauer Brunnen, Kirche, Stuhlbau-Museum). Wir gehen aber nach rechts Richtung Oelsa, Karsdorf bis zum Getränkestützpunkt Göhler auf der linken Seite. Auf der rechten Seite sehen wir einen Wegweiser Richtung Spechtritz. Diese Straße, genannt Dippoldiswalder Straße, gehen wir ca. 500 m entlang. Dieses ist auch ein Wohngebiet.
Nach den ca. 500 m Straße gehen wir nach links auf einen Fuß- und Radweg Richtung Oelsa, Götzenbusch, Malter. Dieser Weg wurde erst vor einigen Jahren geteert, so dass es nun ein schöner Rad- und Wanderweg geworden ist. Rechts und links sehen wir Felder. Nach ca. 1 ? km kommen wir in ein bebautes Gebiet. Dieses gehört schon zum Ortsrand von Oelsa. Danach wieder Felder rechts und links. Nach ca. 500 m ein einsames, schönes Haus (eine Art Villa) auf der rechten Seite. Dahinter befindet sich der „Götzenbusch“.
Dies ist ein Naturschutzgebiet, eine Art kleines Wäldchen und eine Felsgruppe. Der Götzenbusch ist ein Geologisches Denkmal. Ein Vorkommen ist nur noch einmal in den Anden/Amerika bekannt. Vorm „Götzenbusch“ befindet sich ein Wegweiser: Seiferdorf 2 km, Barbarakapelle 2 km, Talsperre Malter 4 km. Den Weg weiter kommen wir auf der auf der linken Seite an zwei Bänken vorbei. Der Blick auf Oelsa (ca. 800 m entfernt) und den „Lerchenberg“ (Gaststätte und Ausflugsziel), ca. 2 km entfernt, ist traumhaft. Circa 200 m neben einer dieser Bänke befindet sich das Silo von der Milchproduktionsanlage Obernaundorf. Die Straße weiter sehen wir schon die Gaststätte und das Ausflugsziel „Zum Götzenbusch“.
Diese Gaststätte verfügt nicht nur über ein Restaurant, sondern auch über einen Streichelzoo mit Ziegen, Ponys, Schafen und einem Esel namens Michel. Im Sommer kann man im Freien schön Grillen und die Kinder können sich auf den herrlich großen Schaukeln vergnügen.
Wir gehen cirka 200 m weiter und stoßen auf die Hauptstraße. Der Rad- und Wanderweg endet nun hier. Wir laufen von hier aus links nach Oelsa. Die Hauptstraße geht steil bergab. Auf der rechten Seite liegen die Kleingartensparten der Laubenpieper von Oelsa. Wir gehen in den Ort hinein, immer geradeaus über die Brücke des Oelsabaches und an der Kreuzung am „Dorfmarkt“ wieder rechts zum Ausgangspunkt unserer Wanderung den „Oberen Gasthof“.


© Wanderfreunde aus Sachsen
(www.wanderrouten-sachsen.de)

Karten zu diesem Wanderweg finden Sie im MagicMaps-Shop.

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