Wanderung Freital-Rabenauer Mühle-Freital

Region Dresden
Tourverlauf Freital Coßmannsdorf - Siedlung Waldfrieden - Rabenau - Freital Coßmannsdorf
Höhenmeter bergauf 211 m bergab 211 m
Länge 9 km
Schwierigkeitsgrad mittel
Die 9 km lange Wanderung Freital-Rabenauer Mühle-Freital beginnt und endet in Freital Coßmannsdorf. Sie verläuft entlang der Roten Weißeritz bis nach Rabenau und wieder zurück.
 
Wanderung Freital-Rabenauer Mühle-Freital
Abbildung: Verlauf Wanderung Freital-Rabenauer Mühle-Freital
 

Kartenmaterial

Ideale Kartengrundlage für die Wanderung Freital-Rabenauer Mühle-Freital sind die amtlichen topographischen Karten im Maßstab 1:25.000.
Diese hochwertigen Karten werden im Rahmen des "Tour Explorers Sachsen / Thüringen" angeboten, die den Streckenverlauf bereits beinhalten. Per Mausklick lässt sich die Tour direkt auf alle gängigen GPS-Geräte exportieren. Sowohl Streckenprofil als auch ein dreidimensionaler Flug entlang der Tour geben detailliert Auskunft über den Schwierigkeitsgrad.
Den "Tour Explorer" mit ausgearbeiteten Radfernwegen und Weitwanderwegen gibt es für ganz Deutschland.


Wir begannen unsere Wanderung in Freital Coßmannsdorf an der Endhaltestelle der Linie „A“ (DD-Löbtau / Freital Coßmannsdorf) des Regionalverkehrs Dresden (RVD), wo viertelstündlich Busse halten und abfahren. Wer mit dem PKW anreist, erreicht diesen Punkt über die B 170 von Possendorf aus über die „Poisentalstraße“ bis nach Freital, dann links auf die „Dresdner Straße“ bis zum Renault - Autohaus Lohse und von da aus geht es links auf die „Rabenauer Straße“ von der man nach rechts auf die „Hainsberger Straße“ kommt und die nächste Abbiegung links auf die Straße „An der Kleinbahn“, wo es nur noch 300 m bis zu unserem Ausgangspunkt sind. Dort befindet sich auch das Buga- Center und das Freizeitzentrum „Hains“ mit ausreichenden Parkplätzen. Im Hains kann man Wanderkarten für den Freitaler Raum erwerben.

Von da aus wanderten wir links am Freizeitzentrum bei dem Schild „Touristeninfo“ vorbei über eine Asphaltstraße Richtung Gärten und Wald. Nach ca. 300 m führt eine Stahlbrücke über die „Rote Weißeritz“, wo man den ersten Wegweiser findet.

Die „Rote Weißeritz“ hieß früher „Bistrice“. Dies bedeutet soviel wie „Die Reißende“ oder „Die Schäumende“. Den Namen „Rote Weißeritz“ erhielt sie erst später, weil die Färbung des Wassers früher von Eisenoxidulen und der Schellerhauer Zinnwäsche stets rot war. Die „Rote Weißeritz“ entspringt in der Nähe von Altenberg und Zinnwald an der Tschechischen Grenze und verläuft über Kipsdorf, Schmiedeberg, Dippoldiswalde in die Talsperre Malter. Von da aus fließt sie Richtung Rabenau nach Freital durch den Rabenauer Grund. In Freital Hainsberg verbinden sich dann „die Rote und die Wilde Weißeritz“ nähe der Rabenauer Straße zur „Weißeritz“. Diese verläuft dann durch Freital Richtung Dresden, wo sie dann in die Elbe mündet. In den Jahren 1897, 1954, 1958 und 2002 zerstörten große Hochwasser das Tal, die Natur sowie Verkehrsanlagen um die „Rote Weißeritz“. Weiterhin ist zu erwähnen, dass vom 22. bis 28. Juli 1961 die Weltmeisterschaften im Wildwasserrennen und Kanuslalom mit Teilnahme von 13 Ländern auf der „Roten Weißeritz“ statt fanden.

Nach links führt der Energieerlebnispfad der Enso (Energie Sachsen Ost) in Richtung Lübau, den wir bis zur Rabenauer Mühle folgten. Am Wanderweg entlang verläuft linker Hand die „Rote Weißeritz“ bis zur Mühle. Die „Rabenauer Mühle“ wurde 1235 erbaut und gehörte zum Schloss oder zur Burg Rabenau. Sie liegt 249 m über dem Meeresspiegel und 100 m unter der Rabenauer Höhe. Die „Rabenauer Mühle“ war erst eine Groß- bzw. Niedermühle, später dann eine Mahl- und Brettmühle. Im Jahr 1830 erlangte sie ihre Ausschankgerechtigkeit und 1834 legte der Besitzer (1830-1857) Christian Friedrich Ehrlich mit Hilfe von Freiberger Bergleuten einen Wanderweg entlang der Weißeritz an. 1868 brannte die „Rabenauer Mühle“ ab und wurde später im Schweizer Stil wieder aufgebaut.

Rechter Hand verläuft der „Buchbach“ nach ca. 500 m von der Stahlbrücke aus gesehen. Wir wanderten den Weg weiter, wo sich nach ca. 1 km alte Silberbergwerkstollen auf der rechten Seite befinden.

Nach ca. 500 m führt der Wanderweg weiter unter einer Brückenunterführung durch und nach etwa 10 m befindet sich das „Elektrizitätswerk Plaunscher Grund“ (Rudeltwerk/ Unterwerk 1) auf der rechten Seite, wo es einen Rastplatz mit Erlebnisstätte gibt. An der Erlebnisstätte erfährt man Wissenswertes über das Wasserkraftwerk, die Anteile der Primärenergieträger in Deutschland und Energielösungen der Zukunft. Ebenfalls gibt es dort ein Energietachometer.

Wenn man den Wanderweg weiter entlang geht, findet man das „Nadelöhr“ rechter Hand. Das „Nadelöhr“ ist ein Engpass, durch den bis 1897 der Wanderweg durch den Rabenauer Grund führte, welcher aber durch das Hochwasser 1897 zerstört wurde. 1840 malte der Landschaftsmaler Ludwig Richter sein bekanntes Ölgemälde die „Genoveva“ dort.

Nach etwa 100 m sind zwei Tafeln zu den Themen Fauna im Rabenauer Grund und die „Himmelsleiter“ vorhanden.

Es gibt eine Vielzahl an Pflanzenarten im Rabenauer Grund. Dazu zählen der Aronstab, der Weißwurz, die Hiobstränen, die Gold- und gefleckte Nessel, das Waldveilchen, das Lungenkraut, die Mondviole, die Fichte, die Tanne, die Lärche, die Eiche, die Rotbuche, der Ahorn, die Esche, Die Linde, die Ulme, der Holunder, der rote und weiße Pestwurz, das Sumpfmädesüß, der Wasserhahnenfuß, der Johanniswedel, der Seidelbast, der Bärlauch, der Haselwurz und verschiedene Farnenarten. Ebenfalls gibt es viele verschiedene Vogel- und Säugetierarten. Diese sind das Reh, der Hase, der Dachs, der Marder, der Iltis, das Hermelin, der Siebenschläfer, das Wildschwein, der Kleiber, der Waldbaumläufer, das Rotkehlchen, der Gartenrotschwanz, die Zaungrasmücke, der Waldlaubsänger, der Eisvogel, das Goldhähnchen, der Zaunkönig, die Weiße- und die Gebirgsbachstelze, der Buchfink, der Girlitz, der Pirol, der Kernbeißer, der Grünling, der Grau-, der Grün- sowie der Buntspecht, der Kuckuck, der Eichelhäher, der Mäusebussard, die Ringeltaube und der Waldkauz. Aber es gibt auch verschiedene Käfer und Insekten sowie den Feuersalamander, den Teich- und den Grasfrosch, die Eidechsen, die Ringelnatter und Blindschleiche zu entdecken.

Linker Hand befinden sich der Triebwasserstollen, das Wasserschloss und die Kaskaden. Danach verläuft der Wanderweg etwa nach 500 m wieder durch eine Brückenunterführung. Ca. 200 m weiter befindet sich nochmals eine Unterführung der Kleinbahn.

Die „Arthur-Lohse-Brücke“ befindet sich auf der linken Seite nach etwa 200 m, welche zur „Bastei“, zum „Predigtstuhl“ und zum „Brautbett“ führt. Das „Brautbett“ ist ein flacher Felsen, welcher mit einer Mulde versehen ist. Er befindet sich über der Talsohle des Rabenauer Grundes. Es gibt eine Sage um das „Brautbett“, wo es um die Liebe des Burgfräuleins Philippine von Rabenau (Tochter des Ritters Burchardus de Rabenowe) zu dem Junker von Dohna (ein Sohn des Burggrafen Otto III. Von Donin) geht.

Weiter entlang des Wanderwegs sind in einer Entfernung von 50 m ein Rastplatz, in 300 m der „Nixentump“ und in 700 m die „Planwiese“ mit Picknickplatz und Schutzhütte. Nach ca. 20 m befindet sich eine Wegabbiegung mit Wegweiser. Wir folgten der Markierung Richtung Rabenauer Mühle, d.h. wir bogen nach links ab. Der rechte Pfad ist der „Nixensteig“ Richtung Somsdorf und Tharandt. Von da aus geht es durch eine kleine Villensiedlung. Der Wanderweg wird dann zum Forstweg. Nach ca. 500 m erreicht man die Rabenauer Mühle, welche linker Hand liegt. Darin befindet sich ein Restaurant als Einkehrmöglichkeit. Rechter Hand liegt eine weitere Erlebnisstätte zum Thema Solarenergie.

Über die Straße hinweg befindet die Selbstbedienungsgaststätte „Zum Wanderer“ mit Picknick- und Spielplatz. Rechts von der SB-Gaststätte gibt es einen Wegweiser, welchem nach links mit der Markierung Richtung Rabenauer Markt folgten.

Von der Hauptstraße setzten wir uns dann nach ca. 30 m hinter der Bushaltestelle „Bahnhof Rabenau“ links Richtung Museum ab. Dieser Weg führt einen sehr steilen Berg hinauf, vorbei an einer Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des 2. Weltkrieges. Links führt der Sagenweg ab. Wir folgten weiter der Markierung Richtung Rabenauer Markt.

An der nächsten Wegbiegung gingen wir die Treppen hinauf und liefen dann weiter den Berg hinauf bis zur Freitaler Straße, wo wir nach links abbogen und der Freitaler Straße weiter folgten, worbei wir an einer Gedenktafel in Erinnerung an die kampflose Übergabe Rabenaus am 8. Mai 1945 an die Rote Armee vorbei kamen.

Nach etwa 1 km bogen wir links in einen Waldweg ab, der in einen Fußgängerweg mündet, welchen wir weiter Richtung Siedlung „Waldfrieden“ folgten. In der Siedlung angekommen, liefen wir die Talstraße entlang bis zur Wegbiegung, wo ein Pfad 20 m den Berg hinunter führte und dann nach rechts den Sagenweg bis zum Predigtstuhl und Brautbett weiter geht. Von da aus hat man einen wunderschönen Ausblick über den Rabenauer Grund. Rechts vom Predigtstuhl stiegen wir den „Paul-Laue- Steig“ ins Tal hinab und erreichten die „Arthur-Lohse-Brücke“, welche wir überquerten, um dann den Energieerlebnispfad Richtung Freital Coßmannsdorf zurück zu wandern. Dabei kamen wir wieder am Triebwasserwerk, dem Elektrizitätswerk und den Stollen vorbei. Am Ende erreichten wir unseren Ausgangspunkt.

 

 

© Wanderfreunde aus Sachsen

(www.wanderrouten-sachsen.de)

Karten zu diesem Wanderweg finden Sie im MagicMaps-Shop

 

© 2012 MagicMaps GmbH - Webdesign Heindl Internet AG
Warenkorb
keine Artikel
Highlight
Tour Explorer 25 Nordrhein-Westfalen
Der Tour Explorer ist der Freizeitplaner für alle Ihre Unternehmungen in der Natur. Hochwertige Karten, 3D-Ansicht, Routing, GPS-Funktionen u.v.m. eröffnen Ihnen alle Möglichkeiten, damit Sie Ihre Abenteuer so richtig genießen können.
Apps von MagicMaps


Outdoor Navigation zum Mitnehmen.
Scout für iPhone
Scout für Android


MagicMaps Intensivseminar

Lernen Sie den Tour Explorer mit allen seinen Möglichkeiten kennen!Termine: Donnerstag, 24.05.2012 oder Freitag, 22.06.2012 im Firmengebäude der Datagroup, Pliezhausen. Alle Infos hier.


 Produktinfo > Touren > Deutschland > Sachsen > Wandertouren > Wanderung Freital-Rabenauer Mühle-Freital