Bergbauliche Wanderung

Region Sächsische Schweiz
Tourverlauf Halsbrücke - Sandberg - Lichtloch des Rothschönberger Stollens - Krummenhennersdorf - Wunschmannmühle - Reinsberg - Bieberstein - Burkersdorf - Halsbrücke
Höhenmeter bergauf 339 m bergab 339 m
Länge 21 km
Schwierigkeitsgrad mittel
Die 21 km lange Bergbauliche Wanderung beginnt in Halsbrücke und führt über verschiedene Lichtlöcher wieder zurück zum Ausgangspunkt.
 
Bergbauliche Wanderung
Abbildung: Verlauf Bergbauliche Wanderung
 

Kartenmaterial

Ideale Kartengrundlage für die Bergbauliche Wanderung sind die amtlichen topographischen Karten im Maßstab 1:25.000.
Diese hochwertigen Karten werden im Rahmen des "Tour Explorers Sachsen / Thüringen" angeboten, die den Streckenverlauf bereits beinhalten. Per Mausklick lässt sich die Tour direkt auf alle gängigen GPS-Geräte exportieren. Sowohl Streckenprofil als auch ein dreidimensionaler Flug entlang der Tour geben detailliert Auskunft über den Schwierigkeitsgrad.
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Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz in Halsbrücke am Steigerturm Simmelmarkt. Man geht zurück zur Hauptstraße und dort 50m nach links. Rechts biegt man auf die Bahnhofstraße ein. Nach ca.300m trifft die Bahnhofstraße auf die Hauptstraße. Man geht nach links weiter bis zur Muldenbrücke. Nach der Muldenbrücke wandert man rechts den Sandberg hoch. Nach ca.200m sieht man das 8. Lichtloch des Rothschönberger Stollens.

Das 1865-1877 betriebene Lichtloch wird auch heute noch für Kontrollfahrten des hier 139 m tiefen Rothschönberger Stollens genutzt. Dieser Stollenschacht diente der Förderung des Vortriebgesteins, das auf der noch vorhandenen Halde deponiert wurde .Das zufließende Grundwasser wurde mittels Kunstgezeug hochgepumpt. Durch den Bau des Stollens wurden ab 1864 die Dorfbrunnen zum versiegen gebracht .Deshalb wurde Trinkwasser mit Hilfe einer Wassersäulenmaschine von unter Tage aus dem 8. Lichtloch hochgepumpt. Diese Maschine kann heute am Freiberger Schacht “Alte Elisabeth” besichtigt werden.

Vom 8.Lichtloch geht die Wanderung zurück zur Straße Am Sandberg, nach rechts ca.400m hoch. Von hier aus kann man einen Abstecher zur Hohen Esse machen.

Die Hohe Esse ist seit 1889 Wahrzeichen von Halsbrücke .Dieser Industrieschornstein mit 140m Höhe und 8 bis 3m Durchmesser galt seinerzeit als der höchste Ziegelsteinbau Europas Diese Rekordhöhe war Ausdruck für bedeutende Umweltschäden durch Rauchgase aus dem Schmelzhüttenbetrieb.

Die Straße Am Sandberg verlässt man nach rechts und geht den Sandweg Richtung Krummenhennersdorf weiter. Der Weg führt weiter durch Felder und Wiesen. Nach ca.700m steht am Wegrand eine alte einzelne Esche, an welcher sich eine Sitzgruppe zum Verweilen befindet. Diese Esche gilt als Naturdenkmal. Hier sind ein Wanderwegzeichen und eine Entfernungsangabe -17km Nossen- zu sehen.

Der Weg führt weiter nach Krummenhennersdorf. Nach ca. 1,5km biegt man auf die Hauptstraße nach links ein. Nach ca. 500m geht nach rechts der Biebersteiner Weg zum 6.Lichtloch des Rothschönberger Stollens ab. Dieses bergbauliche Denkmal wird zu einer anderen Wanderung vorgestellt.

Der Weg führt nach rechts auf die Straße „Zum Erbgericht“ bis zur Kirche. Nun geht es den Hofberg hinunter Richtung Hauptstraße. Man geht der Hauptstraße entlang, und überquert die Bobritzsch. Bald ist die Wünschmannmühle erreicht, an welcher sich ein Parkplatz befindet.

Der weitere Wanderweg wird auch als Grabentour bezeichnet, welche durch Wanderwegzeichen markiert ist.

Der Kunstgraben, der dem Wanderweg den Namen gab, ist 3,6 km lang.1, 7 km sind offener Graben, 1,9 km verläuft der Kunstgraben Untertage in so genannten Röschen. Auf der Wanderung trifft man auf 9 Röschenmundlöcher. Eine der Röschen ist die Porzellanfelsenrösche. Ihr Name verdankt sie einem Quarzitgang. Es wurde früher zum Glasieren von Porzellan verwendet.

Die Wanderung führt weiter zum 5.Lichtloch des Rothschönberger Stollens. Dort sind die Halde und das Fundament für das Schachtgebäude zu sehen. Nach Austritt des Grabens aus dem unteren Röschenmundloch wandert man wieder entlang des offenen Grabens bis zum oberen Mundloch der Buchenbornrösche. Von da geht der Weg links einen kurzen Anstieg bis zu einem schönen Aussichtspunkt empor, dem so genannten Tausendtalersprung. Vom Aussichtspunkt erreicht man nach wenigen Metern eine Schutzhütte.

Ein Weg führt nach rechts zum Kroatenstein, einem Gedenkstein, der an die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erinnert.

Man erreicht den Campingplatz von Reinsberg. Geradeaus kommt man zum 4.Lichtloch des Rothschönberger Stollns. Die noch vollständig erhaltene Gebäudegruppe besteht aus dem Huthaus, der Bergschmiede, dem Schacht- und Treibhaus, und der Zimmermannswerkstatt.

Der linke Weg von der Reinsberger Rösche bringt uns zum Frei- und Erlebnisbad, zum Schloss oder zur Gaststätte „Zum Städtchen“. Bei beiden Wegen kreuzt man eine schöne Lindenallee. Auf der Grabentourwanderung sind auch Naturlehrtafeln aufgestellt. Die Wanderung geht weiter auf der Kleinbahnstrecke in Richtung Nossen.

Die Kleinbahn führte u.a. von Nossen über Siebenlehn, Bieberstein, Reinsberg, Dittmannsdorf bis nach Mohorn. Der Wanderweg wurde auf dem Bahndamm der ehemaligen Kleinbahn eingerichtet.

Vom Zollhaus geht die Wanderung nach Bieberstein, Burkersdorf, vorbei an Gotthelffriedrichsgrund über die Heidehäuser und Teichhäuser auf die Alte Meißner Straße. Nach ca.2, 0km kommt man dann zur Altväterbrücke.

Diese, aus dem 16.Jahrhundert stammende Straßenbrücke über die Freiberger Mulde wurde 1680 bis 1795 auch als Kunstgrabenaquädukt genutzt. Dazu waren 12 Gewölbebogen auf maximal 24m Höhe gemauert worden. Über das 1893 abgetragen, 188m lange Aquädukt floss Münzbachwasser als Aufschlagwasser für die Grube “St.Anna samt Altväter”.

Über den Altväterberg, der Erzstraße, vorbei an Saxonia Edelmetalle und der ehemaligen Grube Beihilfe geht der Wanderweg den Hammerberg hinunter zum Ausgangspunkt der Wanderung.

 

 

© Wanderfreunde aus Sachsen

(www.wanderrouten-sachsen.de)

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