GPS Karten und Outdoor Navigation
Lange war die Straßennavigation den Autofahrern vorbehalten, inzwischen gibt es durchweg gute Lösungen für alle, die abseits der großen Straßen aktiv sein wollen.
Voraussetzung für die Outdoor Navigation sind zum einen detaillierte Karten und zum anderen robuste Hardware.

- Mountainbiker mit GPS Karten bei der Outdoor Navigation
An GPS Karten gibt es zwei Typen, Rasterkarten und Vektorkarten:
GPS Karten im Rasterformat
Rasterkarten werden als Bild gespeichert, sie haben das Format z.B. jpg, tif oder bmp. Vorteil ist, dass sie sehr detailliert im Kartenbild sein können.
Bewährte Softwarelösungen für die Tourenplanung greifen gerne auf topografische Karten zurück, die sämtliche Wald- und Feldwege verzeichnet haben, Wegkreuze, Vegetationsbedeckung, etc. Nachteil von Rasterkarten ist jedoch, dass gängige GPS Geräte sie nicht lesen können. D.h. die Karte steht nur zu Hause am Bildschirm zur Verfügung oder dann als Ausdruck, nicht aber digital im Gelände.
MagicMaps hat sich diesem Problem intensiv angenommen und inzwischen Lösungen präsentiert. Zum einen gibt es inzwischen rasterkartentaugliche Software für PDAs / Smartphones, die über eine GPS Maus einem GPS Gerät gleich kommen und zum anderen eine Erweiterung für Falk Autonavigationsgeräte.
In beiden Fällen wird eine Tour zu Hause vorbereitet und anschließend inklusive topografische Karte auf den PDA bzw. das Smartphone oder ein Falk Navigationsgerät übertragen. Damit ist eine GPS Navigation auf hochwertigen Karten möglich, die gerade in unwegsamem Gelände große Vorteile bietet.
Bekannte GPS Karten im Rasterformat – für PDAs / Smartphones, Falk Navigationsgeräte und den heimischen PC:
- Tour Explorer: Amtliche topografische Karten, Maßstab 1:25.000 und 1:50.000 für Deutschland; Österreich (1:50.000), Teile der Schweiz (1:25.000) und Luxembourg (1:20.000)
- TOP 50: Amtliche topografische Karten, Maßstab 1:50.000, für Deutschland und Österreich
GPS Karten in Vektorformat
Vektorkarten sind Karten, die aus Linien, Punkten und Flächen (Vektoren) aufgebaut sind. Das Kartenbild ist damit im Vergleich zur Rasterkarte schematisierter und weniger detailliert. Vorteil ist jedoch, dass die Vektoren zusätzliche Informationen enthalten können wie Straßennamen, Straßentypen, etc.
Vektorkarten sind Basis für das Routing. Möchte man sich automatisch eine Tour erstellen lassen von z.B. Stuttgart an den Bodensee, können geeignete Programme die schnellste oder die kürzeste Verbindung berechnen.
Die meisten GPS Geräte haben heutzutage von Haus aus Vektorkarten gespeichert, oftmals aber nur Umgebungskarten (sehr grobe, schematische Karten), die für einen Outdooreinsatz ungeeignet sind.
Bei gehobeneren GPS Geräten, die über mehr Speicherkapazität und eine Kartendarstellung verfügen, können beliebige Karten geladen werden. Möglich sind beispielsweise auch topografische Karten von Magellan und Garmin, die vektorisiert worden sind. Für einen Einsatz im Gelände sind es die besten Karten, die es für GPS Geräte gibt. Nachteil ist, dass die Karten wesentlich schematischer sind als die originalen topografischen Karten der Landesvermessungsämter. Viele kleinere Wege, Flurnamen, Kleinstsiedlungen fehlen.
Bekannte GPS Karten im Vektorformat – für GPS Geräte mit Kartendarstellung:
Hardware für die Outdoor Navigation
GPS Geräte sind robust, stoßfest, wasserabweisend, verfügen über genügend Akkulaufzeit – alles was man so in der Regel für die Outdoor Navigation braucht.
Wer unterwegs nicht spontan seine Tour ändern möchte, ist mit einem sehr einfachen GPS Gerät und einer Tourenplanersoftware für den PC wie z.B. der Tour Explorer bedient. Die geplante Tour wird auf das GPS Gerät übertragen und dort als Linie dargestellt. Unterwegs sieht man sofort, ob man sich entlang der Tour bewegt oder von der Linie abkommt und falsch geht.
Aktive, die aufs Geradewohl mal losgehen möchten oder nicht auf eine Karte unterwegs verzichten möchten, benötigen eine topografische Karte auf ihrem GPS Gerät. Alle anderen Karten sind eher für Autofahrer gemacht, auf denen gerade die interessanten, kleineren Wege fehlen. Hinzu kommt eine Tourenplanersoftware für den heimischen PC, um die Tour im Voraus vorzubereiten, ihren Tourenverlauf, den Schwierigkeitsgrad etc. zu kennen.
Eine andere Möglichkeit für Radfahrer oder Wanderer sind Geräte, die anderweitig auch noch genutzt werden können. Im Preis liegen Sie nicht wesentlich höher als die Hand-GPS Geräte. Die Rede ist von PDAs oder Smartphones in Verbindung mit einer GPS Maus bzw. integriertem GPS Empfänger oder portablen Autonavigationsgeräte von Falk. Weiterer Vorteil ist, dass hier hochwertigere Karten im Rasterformat verwendet werden können.
Nachteil bei solchen Geräten ist allerdings teilweise die Akkulaufzeit und natürlich deren Robustheit. Möchte man z.B. einen PDA oder Smartphone im Gelände verwenden, ist eine Schutzbox wie die Armor 1 eine Überlegung wert. Werden eher moderate Touren gemacht, bei denen es weniger nass hergeht und Stöße weitgehend ausgeschlossen werden können, sollte die Alternative zu den herkömmlichen GPS Geräten geprüft werden.
Je nach Einsatzgebiet und Portmonee ist inzwischen für jeden was dabei. Die einzelnen Gerätevarianten werden auf unserer Website „Fahrradnavigation“ nochmals genauer unter die Lupe genommen.
Weitere Informationen zu GPS Karten und Downloads finden Sie unter:
http://www.maps4free.de: GPS Karten von Anwendern für Anwender
http://home.wtal.de/noegs/mtg-faq.htm: Liste sämtlicher Karten, die GPS kompatibel sind mit Hintergrundinformationen (unter Punkt 3.3. der FAQs)






