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Wenn möglich bitte wenden...Urlaubsbericht aus Holland

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Verfasst am: 29. 10. 2009 [17:01]
tourenplaner
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Beiträge: 59
Danke Physikus für den interessanten Eindruck auf der Radtour und das Schicken des Anwenderberichts zu MagicMaps:


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......450km mit dem Fahrrad durch die Provinz Groningen
Wichtige Stationen der Radtouren sind auf der Karte rot unterlegt


Vom 23. August bis zum 6. September machten wir mit unseren Rädern in den Niederlanden den Nordosten der Provinz Groningen unsicher. Stationiert in einem wunderbaren Anwesen in der Gemeinde Loppersum führten uns unsere Tagetouren nach Pieterburen, Roodeschool, Groningen, Delfzijl, Termunten, zu Schildmeer und Zuidlarer Meer (Steendam), entlang dem Reitdiep und ...
Der Sommer war zu Ende, die Nachtemperaturen lagen bei 12 Grad und tagsüber stieg das Thermometer nicht über 20 Grad. Die Windstärke lag nie unter 4 Beaufort. Meist schien die Sonne und der Himmel war mit fantastischen Wolkengebilden dekoriert.

Dank sorgfältiger Planung gelang es uns meist den Anfang der Tagestour so zu legen, dass der Wind schräg von vorne kam oder wir mit dem „Wattlooper“ gegen den Wind fuhren. Nachmittags kam der Wind dann schräg von hinten. Den Vogel schoss der letzte Nachmittag ab. Im Stehen beim Windstärke 7 auf der Rückfahrt von Pieterburen fahren wir mit einer Geschwindigkeit von 25km/h ohne einen Muskel zu bewegen.

Aber wie navigiert man in den Niederlanden ohne Magic Maps2Go?

Navi ans Fahrrad, auf Fahrradmodus einstellen und los? Wir hatten ein Medion-Gerät der P-Serie mit dem Navteq-Kartensatz vom März 2009 dabei.
Im Fahrradmodus findet die Navigation aber ausschließlich auf den auch von Autos befahrbaren Nebenstraßen statt. Das riesige niederländische Radwegenetz ist im Navteq-Kartensatz leider nicht enthalten. Uns standen, vom Vermieter gestellt, hervorragend detaillierte Falkkarten im Maßstab 1:50.000 zur Verfügung.

Die Routenplanung spielte sich dann so ab, dass am Tisch auf der Falkkarte die Tagesroute festgelegt wurde. Die Tagesroute wurde dann in Zwischenetappen eingeteilt, deren Endpunkte in der Nähe der Radwege auf der Landkarte lagen. Diese Zwischenetappen wurden dann in das Navigationsgerät eingegeben. Meist genügten für eine Strecke von 20km 2 Zwischenetappen. Das Rad mit dem auf „Fahrrad“ eingestellten Navi fuhr vorne weg und wenn jetzt per Wegweiser einer der vorher ausgewählten Radwege angezeigt wurde, verließen wir die vom Navi empfohlene Route und folgten dem Radweg. Natürlich kam sofort vom Navigationsgerät die Aufforderung „wenn möglich bitte wenden!“. Erstaunlicherweise kannte das Navi plötzlich diese von ihm vorher nicht angesteuerten Radwege und zeigte auch ihre Namen an. Das Rätsels Lösung erhielten wir an der ersten zu überquerenden Brücke über einen Kanal: Die Navteq-Karte im Navi kannte die Brücke nicht! Nach dem Überqueren der (unbekannten) Brücke folgte der Wechsel von „Wenn möglich bitte wenden“ auf „dem Straßenverlauf folgen“. Denn das Navigationsgerät befand sich jetzt wieder auf einem ihm bekannten Wegstück. Man kann sich unser Erstaunen vorstellen, als diese Feststellung für nahezu jede Radwegbrücke galt. Selbst kleinere Brücken, die auch von Pkws oder Traktoren befahren wurden, waren hin und wieder nicht im Navigationsdatensatz vorhanden! Im Navigationsgerät war durch dieses Problem das Netz der Nebenstrecken vollständig zerstückelt. Straßen und Wege, die eigentlich an einer Brücke zusammentreffen endeten im Nichts.
Seine Stärke entfaltete das Navigationsgerät immer bei den Ortsdurchquerungen. Die Fahrradtour aus dem Stadtzentrum durch Groningen nach Süden war ein Vergnügen. Bei der Einstellung „Fahrrad“ umgeht das Navigationsgerät soweit es möglich ist die Hauptstraßen und führt durch ruhige Villenviertel und Parkanlagen.

Das Navigationsgerät mit großem Bildschirm (11cm Diagonale) wurde auf der gesamten Strecke am Nabendynamo, ohne zusätzlichen Akkusatz betrieben! Da wir mit hervorragenden Papier-Karten ausgerüstet waren, konnten wir die Spannungsversorgung über Nabendynamo und Spannungsregler austesten indem wir verschiedene Betriebsbedingungen prüften:
1. Start mit vollem internem Akku, Navi in allen Pausen auf Standby, Ankunft am Ende des Tages mit 2/3 gefülltem internem Akku.
2. Start mit nahezu leerem internem Akku, Navi in allen Pausen auf Standby, Ankunft am Ende das Tages mit 2/3 gefülltem internem Akku.
3. Start mit leerem internem Akku, nach dem Anfahren schaltet sich das Navigationsgerät aus dem Standby in den Betriebsmodus und navigiert sofort, Navi in allen Pausen eingeschaltet, Ankunft mit 1/3 gefülltem internem Akku.
Den externen Akkusatz haben wir unbenutzt wieder mit nach Hause gebracht.

Euer Physikus
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[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.2009 um 17:02.]

Es ist ein Fehler bei Fußreisen, daß man nicht oft genug rückwärts sieht, wodurch man die schönsten Aussichten verliert.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Verfasst am: 29. 10. 2009 [17:32]
tourenplaner
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Beiträge: 59
Interessant fand ich wie man mit einem Autonavi (habe ein Falk Gerät mit MagicMaps Scout) auch zurecht kommt wenn man nicht auf topografisches Kartenmaterial zurückgreifen kann.

Im Zusammenhang mit einer Papierkarte dann die groben Ziele planen und dann mit dem Navi einen roten Faden haben und wo es geht auf die Radwege wechseln...auch wenn das Navi dann sagt "wenn möglich bitte wenden" icon_biggrin.gif

Toll dass ihr das Navi mit der eigenen Muskelkraft antreibt und so Stromversorgung kaum noch ein Thema ist!

Weiter so und viele Grüsse, Marko

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.2009 um 18:02.]

Es ist ein Fehler bei Fußreisen, daß man nicht oft genug rückwärts sieht, wodurch man die schönsten Aussichten verliert.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Verfasst am: 29. 10. 2009 [19:58]
Safari
Dabei seit: 13.07.2009
Beiträge: 165
... irgendwie kommt mir der Beitrag bekannt vor:

http://www.magicmaps.de/service/forum/beitraege/radfahren/wenn_moeglich_bitte_wenden_450_km_durch_die_niederlaendische_provinz_gronignen.html

icon_wink.gif
Verfasst am: 30. 10. 2009 [08:12]
corona
Dabei seit: 30.07.2009
Beiträge: 127
Tourenplaner bedankt sich ja auch für diesen Bericht bei Physikus und zitiert in halt nochmals. icon_lol.gif
Verfasst am: 30. 10. 2009 [18:11]
tourenplaner
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 11.05.2009
Beiträge: 59
stimmt, doppelposting, sorry icon_smile.gif

Find es nett wenn Anwender Berichte schicken und andere GPS-ler von ihren Erfahrungen profitieren.

Schönes Wochenende!

Es ist ein Fehler bei Fußreisen, daß man nicht oft genug rückwärts sieht, wodurch man die schönsten Aussichten verliert.

(Johann Wolfgang von Goethe)



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