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Welches GPS-Gerät könnt ihr Empfehlen?

Autor Nachricht
Verfasst am: 19. 08. 2009 [09:42]
Phil
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 206
Oft werd ich gefragt welches GPS-Gerät man empfehlen kann. Diese Frage zu beantworten ist leider nie so ganz easy.
Deswegen würd mich mal interessieren, welche Geräte ihr benutzt, welche Vor-und Nachteile die Geräte haben und natürlich was ihr empfehlen könnt.


Der schnellste Weg ist meistens nicht die Luftlinie icon_wink.gif
Verfasst am: 19. 08. 2009 [17:11]
Safari
Dabei seit: 13.07.2009
Beiträge: 165
Hi, Phil,
es ist ausserordentlich schierig, in Bausch und Bogen die Empfehlung für ein GPS-Gerät auszusprechen.
Ich habe einen PPC mit GPS, einen BT-GPS-Receiver (zusätzlich für den PPC), einen Logger mit WayPoint-Finder, einen Motorrad-Navigator mit Touchscreen, aber ohne Akku, ein schwimmfähiges, nicht kartenfähiges Outdoor-GPS mit einem excellenten Luftlinien-Routing und ein kartenfähiges, paperless-fähiges Geocache-Outdoor-GPS, ebenfalls mit Touchscreen, kann aber kein Auto-Routing.

An meiner Auslistung ist deutlich zu erkennen, es gibt nicht das Universal-Gerät, das alles kann.

Entscheidend ist, welche Länder möchte ich bereisen und gibt es entsprechende digitale Karten für die Urlaubsplanung.

Falls nicht, gibt es die Möglichkeit, selbst eingescannte Karten auf dem Gerät einzusetzen.

Möchte ich vorwiegend Tracks aufzeichnen und sie später für die Navigation einsetzen, oder will ich die Tracks für OSM einsetzen.

Dann wäre die Auswahl nach den verbauten GPS-Chips sinnvoll.

Und dann ist auch die Preisfrage entscheidend.

Und das allerwichtigste: Man muss sich mit dem komplexen Thema GPS auseinander setzen, wissenswertes über Ephemeris- und Almanachdaten sollte bekannt sein.

Ich habe mir vor einiger Zeit noch das Lowrance Safari bestellt; von dem Gerät verspreche ich mir sehr viel, und ich hoffe, dass Lowrance meine Erwartungen erfüllt, nachdem ich mit dem Magellan Triton 1500 so einige Enttäuschungen erleben musste, aber immer noch hoffe, dass mit den nächsten Updates ein brauchbares Gerät aus dem T 1500 wird.

Meine Empfehlung: Ein gutes GPS-Buch kaufen, z.B. GPS auf Outdoor-Touren von Uli Benker, und mit dem Wissen ist dann die Auswahl eines GPS-Gerätes sehr viel einfacher.

Safari
Verfasst am: 20. 08. 2009 [13:47]
ralphf10
Dabei seit: 08.08.2009
Beiträge: 13
Welches GPS?

Wie Safari schon ausgeführt hat, ist die Frage eigentlich zu unpräzise gestellt. GPS haben sie alle von Handy bis Tracker, qualitativ mehr oder weniger gut. Die Kernfrage ist was man sonst noch mit dem GPS machen will??

Handy = Telefonieren und GPS: ggf. problematisch Routing- oder Kartensoftware zu installieren. Weiterhin starke Akku-/Betriebszeitprobleme.

PDA = GPS mit Klein-PC und den meißten bekannten Windowsproblemen. Vorteil: viel Software verfügbar. Nachteile wie Handy und insbesondere Display im freien schwer lesbar (selbstleuchtende Displays gegen Sonne = Sonne gewinnt)

PNA = GPS mit Navisoftware, z.B. Falk. Vorteile: Funktionierende Autonavigation und Zusatz Outdoorkarten und Routing mit MagicMaps. Nachteile: Wie PDA und Handy, Akku natürlich mit Zusatzdevices wie Batteriepack oder Nabendynamo zu verbessern.

Outdoor GPS = Optimiert auf Outdoornutzung mit längerer Betriebsdauer und transreflexiven Displays (braucht Sonne zur Darstellung, sonst mit Zusatzbeleuchtung). Vorteile: zusätzlich oft Wassedicht und gebrauchsfähig. Einschränkungen: In der Regel vom Anbieter zu beziehende Karten. Keine eigene Software aufspielbar, keine gutes PKW-Routing.

Tracker = GPS mit Hauptfunktion Tracking und manchmal Back-Navigation. Nur in Kombination mit PC einsetzbar.

"Hybriden" = GPS in neueren Geräten die versuchen viele Eigenschaften zu vereinen. Meißt entsprechend teuer oder mit Kompromissen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.2009 um 13:50.]
Verfasst am: 20. 08. 2009 [17:26]
Phil
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 206
Danke für die guten und ausführlichen Antworten (und auch danke für alle die vielleicht noch kommen)!

Ich seh das ebenfalls genau so wie ihr beiden schon gut beschrieben habt.
Das Gerät das alles kann gibt es einfach noch nicht, und ich glaube auch so etwas wird es ziemlich sicher nie geben. Man kann ein paar Einsatzbereiche zusammenfassen aber nie das riesige Spektrum.

Was sehr häufig gewünscht wird ist ein Routingfähiges GPS Gerät am Fahrrad, welches ähnlich oder gleich funktioniert wie im Auto.
Also auf den Sattel sitzen (=ins Auto setzen), Ziel eingeben und losfahren. Es gibt bereits ein paar Ansätze solch eine Funktion umzusetzen. Auch in MM-Scout ist dies ja bereits auf dem ADFC Radwegnetz möglich. Auch Garmin hat das mit dem Fahrradrouting auf der Topo V3 versucht.
Der häufigste Kommentar zu diesem aktuellen Stand der Technik ist: "das ganze ist eben noch nicht so ganz ausgereift"

Was haltet ihr davon? Ist eine "Ich-setz-mich-auf-den-Sattel-und-fahr-los-ohne-eine-Ahnung-zu-haben-wie-ich-an-mein-Ziel-komm" Mentallität auf dem Fahrrad (oder bei anderen Outdooraktivitäten) wirklich sinnvoll?

Zudem möchte ich die Frage oben noch etwas eingrenzen. Welche Geräte verwendet ihr zum Wandern und zum Radfahren?

Gruß Philipp

Der schnellste Weg ist meistens nicht die Luftlinie icon_wink.gif
Verfasst am: 20. 08. 2009 [20:58]
netb
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 10
@Phil

Rein technisch halte ich deinen Vorschlag als realisierbar. Ich denke das Problem ist einfach das unzureichende Kartenmaterial. Für ein paar Fahrrad-Freaks lohnt es sich eben nicht so sehr wie für Millionen von Autofahrern.

Man muss beim Routing auch mehr beachten:
- Straßen die stark befahren sind oder nicht vom Fahrrad befahren werden dürfen müssen rausfallen.
- Es müssen auch "Gehwege" z.B. Waldwege benutzt werden können. Die ADFC Radwege sind ja ganz nett, aber weder flächendeckend und auch manchmal nicht ganz ideal (Steigung/Beschaffenheit etc.). Da ist ein kleiner Waldweg der im Tour Explorer 25 nur als gestrichelte Linie (und damit nicht routebar ist) dann vielleicht doch die bessere Wahl.

Das sind halt Details die ein Auto-Navi nicht ganz so hat.

Ich könnte mir vorstellen, dass im Rahmen des OSM Projektes geeignete Karten entstehen. Diese Karten gemischt mit denen eines Auto-Navis und denen von Tour Explorer 25 könnten vielleicht die Lösung sein.

Wenn ich mir mal den Tour Explorer 25 ansehe:
Hiermit route ich meine Touren recht erfolgreich. Klar kontrolliere ich die Route dann noch mal und passe sie etwas an (besser Steigung etc.). Aber im Grunde würde ich damit immer an mein Ziel kommen, nicht immer auf den schnellsten oder besten Weg, aber es geht. Es würde also schon ein Tour Explorer 25 in einem Garmin GPS reichen...

Wer sagt denn, dass ein Auto-Navi immer den besten Weg heraussucht?
Verfasst am: 21. 08. 2009 [01:28]
Safari
Dabei seit: 13.07.2009
Beiträge: 165
... ich setze auf meinen Fahrradtouren meistens das Garmin GPS 72 ein. Das Gerät ist zwar nicht kartenfähig, von den R&R hole ich mir die Poi's rüber, erstelle mit MapSource Routen und Tracks und habe somit ein sehr gutes Luftlinienrouting.
Letzten Samstag z.B. Fahrt auf die Hallig Langeness. Da interessiert mich, wann komme ich am Bahnhof bzw. an der Fähre an.

Die Mitfahrer schauen dann auch schon 'mal auf das Navi-Display, aber mit der Technik wollen sie sich nicht auseinander setzen. I.d.R. werden sie ja schon von ihrem Autonavi überfordert.

Eigentlich wollte ich das Triton 1500 bevorzugt auf dem Fahrrad einsetzen, aber das Routing war bisher eine Katastrophe, ebenso wie die Ablesbarkeit des Displays. Der Vorteil ist, das selbst erstellte Karten im RMP-Format in beliebiger Zahl geladen werden können, sei es von einer TOP 50, OSM, GE oder sonstigen Bilddatei. Sie können auch gleichzeitig aktiviert werden, und wenn unterschiedlicher Zoomstufen eingesetzt wurden, kann durch die verschiedenen Maps durchgezoomt werden, z.B. von der Top50 über die OSM in die Satellitenbilder und als letzte Stufe dann in die Topo.

Die Möglichkeit, eine gute Rasterkarten sowie Satellitenbilder laden zu können, reizt mich auch am Safari.

Eine routingfähige Topo war 'mal mein Traum, aber bei der Klassifizierung der Wege scheiden sich wohl die Geister. In der Beziehung ist die OSM katastrophal.

Wobei die OSM als Basemap auf dem Triton eine Schau ist.

Safari



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.2009 um 01:29.]
Verfasst am: 21. 08. 2009 [11:05]
ralphf10
Dabei seit: 08.08.2009
Beiträge: 13
Der Ansatz sich auf das Fahrrad zu setzen und loszufahren wird aus vielerlei Gründen noch nicht erfüllt:

Hardware:
Der Typ Freizeitfahrer (einfach losfahren) will ein großes buntes Display, möglichst Touchscreen, Wassergeschützt und Robust, Bedienung einfach wie im Auto. Die PNA Geräte kommen dem Nahe, haben aber große Defizite in der Robustheit und der Ablesbarkeit des Displays.

Fahrrad Routing:
Nun müssten alle befahrbaren Wege erfasst und klassifiziert sein, wie beim Auto. Das wird langfristig kommerziell nicht geschehen, wegen zu hoher Kosten.
- MagicMaps geht mit des ADFC Netz schon den richtigen Weg
- dies ADFC Netz müßte jetzt noch mit normalen Routen der PKW kombinierbar sein, Daten sind ja in Falk mit MagicMaps auf einem Gerät!
- zusätzlich Wege des Users oder aus dem Netz dazugeladene Routen
- weiterhin lernfähiges Routing, Fahrradrouten aller User zusammenführen

In der Praxis dürfte das aber ein schwieriges Unterfangen werden bzw noch ein paar Jahre in das Land gehen. Aber die Kombination des ADFC mit normalen Straßen kleiner Kategorie beim Fahrrad-Routing kann ich mir schon vorstellen.

Wer eigene Routen umfassend straßenbezogen planen will, kann dies übrigens auch mit Google Maps machen. Diese Routen lassen sich in Google Maps mit der Maus wunderschön passend ziehen. Anschließend kann man sie speichern und mit weiteren Diensten auf GPS Formate umwandeln und dann in das Navi laden.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.2009 um 11:09.]



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